PRESSEKONFERENZ - Ministerium Mainz- 2008

    

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Arbeit/Integration

Malu Dreyer: Ludwigshafener Projekt beispielhaft auch für andere Regionen

18.04.2008

Nr. 060-2/08

Als beispielhaft auch für andere Regionen des Landes hat Arbeitsministerin Malu Dreyer heute in Mainz das Ludwigshafener Projekt „Integration durch Ausbildung und Beratung“ bezeichnet. Nach nicht einmal einem Jahr Laufzeit seien 34 Ausbildungsplätze neu geschaffen worden. „Damit sind die Erwartungen weit übertroffen worden“, sagte die Ministerin heute in Mainz. Gemeinsam mit den Trägern ‚Integration durch Ausbildung’ (IDA) und dem Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) und der Vizekonsulin des türkischen Generalkonsulates, Nazmiye Basaran, stellte die Ministerin das Projekt heute in Mainz vor. Das Land fördert das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit rund 240.000 Euro.

Seit Juli 2007 unterstützen die beiden Projektträger Betriebsinhaber mit Migrationhintergrund darin, neue oder zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Eine wichtige Zielgruppe sind junge Menschen mit Migrationshintergrund, die es in der Regel schwerer haben als andere, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen. Während im Jahre 2000 noch fast 40 Prozent der ausländischen Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren sich in einer Ausbildung befanden, waren es 2005 nur noch 25 Prozent. Dieser extreme Rückgang sei besorgnisserregend, so die Ministerin. Deshalb unterstütze das Arbeitsministerium Initiativen, die jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Chance auf Ausbildung bieten. Mit dem Projekt sollen auch weitere Betriebe mit Migrationshintergrund verstärkt für die Ausbildung gewonnen werden. Ihre Ausbildungsquote liege bei bis zu 15 Prozent.

“Arbeit und Ausbildung sind für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft von großer Bedeutung und deshalb ein wichtiger Baustein im Integrationskonzept des Landes. Gut ausgebildete Jugendliche sichern zudem den Fachkräftebedarf der Betriebe“, unterstrich die Ministerin.

Innerhalb kürzester Zeit zeige das Projekt, dass das Konzept der gezielten Ansprache aufgehe. 36 Betriebe wurden beraten und unterstützt, 34 Ausbildungsplätze überwiegend im handwerklichen und kaufmännischen Bereich wurden neu geschaffen. Sechs Betriebe bilden erstmals aus, acht Betriebe haben zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt. Ein Großteil der neuen Auszubildenden hatte längere Zeit erfolglos nach einem Ausbildungsplatz gesucht. Besonders erfreulich findet es die Ministerin, dass auch zwei schwerbehinderte Menschen mit Migrationshintergrund von dem Projekt profitieren.

Der Erfolg sei in erster Linie dem engagierten Zusammenwirken der beiden Projektträger zu verdanken. Der Projektträger IDA, ein Zusammenschluss von Unternehmen mit türkischem Hintergrund aus der Region Ludwighafen, verfüge über gute Zugänge zu Betrieben, die von Zuwanderen geführt werden. Der Bildungsträger INBI bringe das nötige Fachwissen in der Beratung und Unterstützung der Betriebe in Fragen der Ausbildung und Qualifizierung mit. Damit ergänzten die beiden Träger sich hervorragend, wie sich an dem Erfolg zeige.